Lohnt sich die Plattform Communi? Ich habe sie in den letzten Wochen genutzt, um den Austausch in meinem Workshop ‚Deep Work mit der KI‘ zu moderieren. Communi ist eine noch relativ neue Plattform. Aktuell gibt es sie noch bis Ende des Monats zu einem Lifetime-Preis von $295 (+ evtl. $ 195 für „Pro“) – was ja ungefähr so viel ist wie 3 bzw. 5 Monate Abozahlung für ähnliche Tools wie Skool oder Circle. (Wobei sich auch der Preisplan bei Skool verändert hat und jetzt mit $9 / Monat eine deutlich günstigere Variante anbietet!)
In diesem Beitrag teile ich meine persönliche Einschätzung – mit den wichtigsten Vorteilen und Nachteilen, die dir bei der Entscheidung helfen können, ob dieser Lifetime-Deal etwas für dich ist. Meine wichtigste Erkenntnis vorweg: Gerade für interaktive Workshops oder Gruppenangebote ist dieses Angebot lohnenswert, weil für solche Kurzfrist-Angebote die Nachteile der Plattform nicht so ins Gewicht fallen. Eine vollwertige Membership würde ich zum jetzigen Zeitpunkt darauf noch nicht gründen wollen – aber es hat das Potenzial, sich dahin zu entwickeln.
Der Link zu Communi ist mein Partnerlink, ich freue mich, wenn du den verwendest. Du hast 30 Tage Geld-Zurück-Option.
Was ist Communi und für wen eignet sich die Plattform?
Communi ist eine Online-Plattform, mit der du unkompliziert Communities, Austausch-Gruppen und Kurse aufbauen kannst. Besonders geeignet ist sie für:
- Online-Workshops, bei denen es auch einen Austausch in einem Forum gibt
- Mehrwöchige Gruppenkurse
- Kostenlose Challenges oder ähnliches
Wie gesagt – für eine vollwertige, längerfristige Community würde ich sie aktuell noch nicht nutzen, dafür hakt es noch an ein paar Ecken und Enden – siehe unten die Nachteile. Aber wenn du bspw. die Inhalte einer Challenge oder eines Workshops für mehrere Monate zur Verfügung stellen, dafür aber keine Kursplattform-Monatsgebühren bezahlen möchtest, ist das eine gute, günstige Lösung.
Was sind die Vorteile von Communi?
1. Schnelle und einfache Einrichtung
Das Erstellen einer neuen Community geht bei Communi sehr schnell. Du brauchst nur ein Bild und einen Namen – dann kannst du sofort loslegen. Das fand ich sehr praktisch, gerade wenn du schnell eine Gruppe starten möchtest. Den Link zum Erstellen einer neuen Community erhältst du mit deiner Bestätigungsmail.
2. Unbegrenzte Anzahl an Gruppen und Kursen
Du kannst beliebig viele Communities und innerhalb jeder Community mehrere Kurse anlegen. Das macht Communi flexibel für unterschiedliche Anwendungsfälle: Workshops, Gruppen oder Kursreihen lassen sich so gut strukturieren.
3. Mitbestimmung der Nutzer
Das Tool befindet sich noch in der Entwicklung, aber das Team ist sehr offen für Vorschläge. Im internen Forum können Mitglieder Feedback geben, und ich hatte den Eindruck, dass viele Ideen ernst genommen und umgesetzt werden. Das zeigt für mich, dass das Team wirklich bemüht ist, die Plattform stetig zu verbessern.
4. Anhänge in Beiträgen möglich
In der Community kannst du Dateien, Bilder, Links, Umfragen oder Videos (als Links) an Beiträge und vor allem auch an Kommentare anhängen. Für meinen Workshop fand ich vor allem letzteres enorm wichtig, um Zwischenergebnisse zu teilen und Feedback geben zu können. Nicht jede Plattform bietet das so komfortabel an, das habe ich vorher getestet und probiert.
5. Sprache kann auf deutsch umgestellt werden
Es gibt eine größere Zahl deutscher Nutzerinnen und die haben sicherlich mit dafür gesorgt, dass du die Plattform für deine Teilnehmenden komplett „eindeutschen“ kannst. Auch das ist für viele Zielgruppen ein Vorteil.
6. Gute Möglichkeiten, das Forum zu organisieren und übersichtlich zu halten
Es können verschiedene Kategorien angegeben werden, die helfen, einzusortieren, was wo gepostet werden soll. Außerdem kann ich als Admin Beiträge pinnen und auch die Reihenfolge der gepinnten Beiträge verändern. Mitglieder können getaggt werden und es gibt eine Suchfunktion.
Hier siehst du die Startseite des Community-Bereichs meines Workshops, mit den zwei letzten gepinnten Beiträgen (Sammelposts) und den Kategorien sowie der Suchfunktion:

7. Gruppenkalender mit Infos zum Event (Zugangsdaten o.ä.)
Unter „Veranstaltungen“ können die Termine, die für die Gruppe relevant sind, eingetragen werden und dazu Infos gegeben werden. Teilnehmende können die Termine auch abonnieren und sich so erinnern lassen – das ist ebenfalls sehr praktisch innerhalb von einem Workshop oder Gruppenkurs.

Was ich kritisch sehe / Verbesserungsmöglichkeiten (Nachteile):
1. Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten im Kursbereich
Wenn du Texte in Kursen einsetzt, hast du kaum Optionen zur Formatierung: Weder Bilder noch Textformatierungen (fett, kursiv etc.) sind möglich. Das wirkt gerade bei textlastigen Inhalten etwas unprofessionell und erschwert das Lernen. Für reine Videokurse, die nur ein wenig Zusatztext und ggf. einen Download (als PDF o.ä.) enthalten, ist das aber kein Problem.
2. Videos müssen extern gehostet werden
Videos müssen über YouTube, Vimeo oder ähnliche Plattformen eingebunden werden – eine native Videofunktion gibt es nicht. Das ist ein Nachteil, wenn du alle Inhalte zentral verwalten möchtest und weil es zusätzliche Arbeitsschritte bedeutet.
3. Manuelles Neuladen nötig für neue Beiträge
Ein kleines Ärgernis: Neue Kommentare oder Beiträge werden nicht automatisch angezeigt, wenn die Webseite offen bleibt – was ja bei einer Challenge oder Workshop häufig der Fall ist. Ich musste die Seite oft manuell neu laden, um Updates zu sehen – die ich als Mail-Benachrichtigung bereits erhalten hatte. Das ist nicht ideal für einen lebendigen Austausch und kann Teilnehmer frustrieren. Für mich als Workshop-Leiterin bedeutete das erhöhte Aufmerksamkeit, um keinen Beitrag oder Kommentar zu übersehen. Auch die Benachrichtigungs-Einstellungen könnten noch feiner sein, das haben auch mehrere Teilnehmerinnen bemerkt.
(Update: Gerade lese ich in der aktuellen Update-Nachricht, dass die Geschwindigkeit beim Laden der neuen Posts verbessert wurde – also, sie arbeiten wirklich konsequent im Hintergrund an der Verbesserung.)
4. Verwirrende Einstellungen für Mitglieder
Teilnehmer sehen viele Optionen in ihren Profil-Einstellungen, die teilweise irrelevant oder verwirrend sind – etwa Zahlungsanbieter oder Zugangslinks, die sie nicht nutzen sollten. Hier braucht es meiner Meinung nach mehr Klarheit und eine bessere Nutzerführung.
Ich habe ihnen diese Grafik als Onboarding-Hilfe gegeben: In grün markiert die Punkte, die sie sinnvollerweise als Teilnehmer eines Workshops brauchen, rot durchgestrichen die Punkte, die meiner Ansicht nach Teilnehmende NICHT sehen oder ändern können sollten.
(Sprache ist nicht nötig, wenn ich als Admin die Sprache für alle als „deutsch“ festlege)

5. Kein deutscher Zahlungsanbieter integriert
Wenn du deine Community oder Kurse automatisiert über deutsche Zahlungsanbieter wie Digistore24 verkaufen möchtest, musst du das aktuell über Drittanbieter (z.B. Zapier) lösen, eine direkte Schnittstelle gibt es nicht. Integriert ist Stripe, damit habe ich mich aber noch nicht beschäftigt und ich habe einfach der Teilnehmergruppe den Registrierungslink zugeschickt – musste dann natürlich wachsam sein, ob wirklich nur angemeldete Teilnehmer reinkommen.
6. Das „Leaderboard“ kann nicht ausgeblendet werden
In Communi wird automatisch mitgezählt, wie viele Beiträge und Kommentare ein Mitglied in einem Monat abgegeben hat. Die „Rangliste“ wird zwangsläufig rechts angezeigt, ob man das als Admin will oder nicht. Das hätte ich jetzt nicht gebraucht, weil ich auch ungern diesen Wettbewerbscharakter reinbringen wollte, aber das haben wir einfach ignoriert und gut.
Mein Fazit: Für wen lohnt sich das Lifetime-Angebot von Communi?
Communi gibt es aktuell noch bis Ende Juli 2025 zu einem Lifetime-Preis, der dich unbegrenzt Communities und Kurse erstellen lässt, von $ 295,- (der Dollarkurs ist gerade niedrig, daher entspricht das etwa € 260,-). Nach dem Kauf bekommst du ein Zusatzangebot angezeigt, „Pro“ für weitere $ 195, mit dem du eine eigene Domain verbinden, Mails an die Teilnehmenden direkt aus der Plattform verschicken und einige Einstellungsmöglichkeiten mehr machen kannst.


Für meinen interaktiven, sehr lebendigen Workshop mit 50+ Teilnehmer:innen war die Plattform sehr gut geeignet – wir konnten über die kleinen Hickups und Unperfektheiten drüber hinwegsehen. Für mich persönlich ist Communi aber derzeit noch zu unausgereift, um eine vollumfängliche, bezahlte Membership dauerhaft dort laufen zu lassen. Trotzdem sehe ich großes Potenzial: Es wird ja ständig weiterentwickeltWenn es später mal von der Funktionalität und Performance an Circle und andere etablierte Membership-Plattformen herankommt, werde ich mich über meine Investition freuen – wenn nicht, dann hat es sich nur für meine Workshops preislich schon gelohnt.
Besonders wenn du viele kleine Kurse oder Workshops anbietest und deinen Teilnehmern langfristigen Zugriff ermöglichen willst – ohne monatliche Gebühren – kann der Lifetime-Deal von Communi ein interessantes Angebot sein.
Zusammengefasst: Wann solltest du Communi nutzen?
- Du brauchst eine schnelle Lösung für Workshops oder temporäre Communities.
- Du möchtest unbegrenzt viele Gruppen und Kurse anlegen.
- Du suchst ein Tool mit aktivem Entwicklungs-Team und Mitbestimmung.
- Du kannst mit (noch) eingeschränkten Gestaltungsmöglichkeiten leben.
- Du kannst damit leben, dass das Tool sich noch weiter verändern wird, weil es noch nicht ausgereift ist und weiterentwickelt wird.
- Du bist bereit, Videos extern zu hosten.
- Du akzeptierst derzeit noch manuelle Zahlungsprüfungen oder Umwege.
Ich hoffe, mein ehrlicher Einblick hilft dir bei deiner Entscheidung weiter!
Herzliche Grüße
Marit Alke


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